Archiv der Kategorie: Lernen

Besuch des Staatsarchivs in Darmstadt

Unser Gast Maurice Rochau organisierte für uns an seiner alten Arbeitsstelle, dem hessischen Staatsarchiv Darmstadt, eine Führung unter dem Leiter Dr. Johannes Kistenich-Zerfaß. Wir bekamen einen interessanten Einblick hinter die Kulissen des Archivs und konnten einen Überblicke über die Aufgaben, Herausforderungen und die Geschichte des Staatsarchivs gewinnen.  

Den Abend beendeten wir bei einem kühlen Getränk in der Krone. 

Lego-Scrum

Am vierten Dezember 2018 konnten wir an einem tollem Workshop zum Thema „Scrum“ teilnehmen. Frau Astrid Podack zeigte uns dann, wie gute Lehre aussehen kann. Nach einer kurzen Einleitung zum Thema wurde uns beim Bau einer Lego-Kleinstadt die Methode hinter Scrum nähergebracht. Frau Podack nahm die Rolle einer Bürgermeisterin ein, die dem Bauteam (das waren wir) verschiedene Aufträge (sogenannte Userstorys) gab. Innerhalb eines festgelegten Zeitintervalls (Sprint) mussten wir die Aufträge bearbeiten, wobei wir uns selbst organisieren mussten. Mit jedem Sprint wurden wir effizienter und konnten die geforderten Ziele besser erreichen.

Am Ende des Workshops hatten wir aus tausenden von Legoteilen eine kleine Stadt gebaut.

Der Workshop war dank Frau Podack ein lebendiger Einstieg in das Thema Scrum und ist für alle Fachrichtungen sehr empfehlenswert.

Besichtigung des „Bölle“ mit Wuschel

Kürzlich besichtigte unser Club das berüchtigte Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt. Das „Bölle“, wie es zumeist genannt wird, ist der Ort, an dem für Fans des SV Darmstadt 98 Freud und Leid zusammenkommen. Hier wurden Aufstiege von der dritten in die zweite Bundesliga, dann sogar in die erste Bundesliga gefeiert. Zugleich konnte man hier Jahre des mittelklassigen Fußballs, der schlechten Finanzlage und der Abstiege erleben – zuletzt in der vorletzten Saison, als sich die „Lilien“ aus der ersten Bundesliga verabschiedeten.

Von Freud und Leid konnte auch „Wuschel“ berichten, der uns bis nach Einbruch der Dunkelheit die Details des Stadions mit viel Leidenschaft näher brachte. Wuschel berichtete von der spektakulären Aufstiegssaison, als Fans und Spieler zusammen unter der Haupttribüne den Einzug in die Bundesliga feierten. Kabinen, Fitnesstrakt, Trainerbänke, die unterschiedlichen Tribünen und historischen Relikte aus vergangenen Zeiten waren Teil unserer Besichtigung. Durch den geplanten Stadionumbau wird dieser traditionelle Charme des „Bölle“ wohl nicht mehr lange zu sehen sein. Die Legende „Bölle“, in dem etwa die Profis der großen Bundesligaclubs in der eher provisorischen Gästekabine kalt duschen müssen, könnte durch strenge Vorgaben der DFL verloren gehen.

Unseren Guide Wuschel verbindet aber neben der Leidenschaft für den Fußball auch ein persönliches Schicksal mit den Lilien und dem Bölle. 2016 brach er bei einem Heimspiel der Lilien gegen Schalke 04 auf der Tribüne zusammen und musste wiederbelebt werden. Seither ist er selbst eine allseits bekannte Legende unter den Lilienfans.
Wir bedanken uns bei Wuschel und der Fan- und Förderarbteilung des SV Darmstadt 98 für die spannende Führung und wünschen den Lilien in der aktuellen Saison viel Erfolg.

Besichtigung des Müllheizkraftwerks Darmstadt

Nachdem wir im letzten Jahr die Netzleitstelle Darmstadt besucht haben, konnten wir diese Woche einen anderen Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge besichtigen: das Müllheizkraftwerk (MHKW) Darmstadt. Hier wird aus dem Restmüll der Bewohner der Stadt Darmstadt sowie des Landkreises Darmstadt-Dieburg und des Odenwaldkreises Wärme und Energie gewonnen. Beide Erzeugnisse decken den Bedarf von knapp 40.000 Haushalten in der Region ab. Die Wärme wird u.a. an lokale Unternehmen, Schulen und Wohnhäuser als Fernwärme übermittelt.

Bei unserem Besuch vermittelte uns die Geschäftsführerin des MHKW Darmstadt spannende Infos über die Verarbeitung von Restmüll, gelegentliche Probleme durch unsachgemäße Verunreinigungen, die hohen Umweltschutzanforderungen des Kraftwerks sowie den rechtlichen Hintergrund des kommunalen Zweckverbandes, der das Kraftwerk betreibt. Spektakulär wurde es, als wir das Innere des sog. Bunkers betreten durften, in dem der angelieferte Restmüll von einem großen Greifarm in Brennkessel gefüllt wird. Durch die Verbrennung entsteht schließlich eine Schlacke, die – befreit von Metallresten, die dem Recycling zugeführt werden – auf eine Deponie verbracht wird. Die Brennvorgänge werden rund um die Uhr im Schichtbetrieb in einem Kontrollzentrum über Bildschirme überwacht.

Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern des MHKW Darmstadt für die tollen Einblicke!

Wer braucht schon einen Bagger? 

… wenn fleißige Rotaracter mit Spitzhake, Schaufel und Schubkarren bereitstehen? Und nein, der Rotaract Club Darmstadt ist nicht im Gefängnis-Steinbruch gelandet, sondern hat in einem Gemeinschaftsprojekt mit den Rotary Clubs Darmstadt und Bensheim-Südliche Bergstraße im      Garten des Hospizes Bensheim mit angepackt.

Ganz im Sinne der Bundessozialaktion „1 Million Menschen Leben“ wurde der Garten des Hospizes durch Mitglieder der rotarischen Familie verschönert. Die Helfer legten bei bestem Sommerwetter einen Weg rund um das Grundstück an und beseitigten große Mengen Unkraut. Man mag es kaum glauben, die Gartenarbeit hat allen Beteiligten viel Spaß bereitet. Mit viel Motivation und Freude haben die 8 Rotaracter und über 20 Rotarier angepackt und einen schönen Tag gehabt.

Und auch der Austausch und das gegenseitige Kennenlernen mit Rotary und den Hospiz-Mitarbeitern kamen bei der Hands-on-Aktion nicht zu kurz. In der Mittagspause konnten die Rotaracter und Rotarier mehr über die Arbeit und die Geschichte des Hospizes in Bensheim erfahren. Nach Abschluss der Aktion waren sich alle einige, dass dies sicher nicht der letzte Besuch des Rotaract Clubs Darmstadt beim Hospiz war.

Das Ergebnis unserer Arbeit, ein neuer Weg entlang der Grundstücksgrenze, ist unten zu sehen.

Rückblick: Rotaract zu Besuch in Kaliningrad

Anfang des Jahres durfte eine kleine Delegation des Rotaract Clubs Darmstadt in Richtung Kaliningrad (früher: Königsberg) aufbrechen. Nach einem kurzen Aufenthalt im polnischen Danzig gelangten wir in die russische Exklave Kaliningrad.

Die Mitglieder des Rotaract Clubs Kaliningrad empfingen uns mit überwältigender Gastfreundschaft und einem traditionellen Willkommensessen. Zusammen besuchten wir das Projekt MOST (dt.: Brücke), das Schulbildung und Unterkunft für Kinder aus Problemfamilien bietet und schon länger vom dortigen Club unterstützt wird.

Mitglieder beider Clubs im Kinderheim MOST

Im Anschluss besuchten wir die Kaliningrader Innenstadt. Die Stadt, die auf eine jahrhundertelange deutsche Geschichte zurückblickt, wurde zum Kriegsende stark zerstört. Heute sind nur noch wenige Überbleibsel des alten Königsbergs zu entdecken. Umso spannender war es, mit vielen jungen Rotaractern auf Deutsch sprechen zu können. Neben Kaliningrad beinhaltet die Exklave noch zahlreiche Küstenorte, unter ihnen einige alte Ostseebäder.

Die Reise nach Russland war ein eindrucksvolles Erlebnis. Wir konnten uns ein Wochenende lang mit den Rotaractern vor Ort über unsere Kulturen und Projekte austauschen und waren von der Gastfreundschaft mehr als beeindruckt.
Wir danken dem Rotaract Club Kaliningrad für das unvergessliche Wochenende und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

Besuch im Verwaltungsgericht Darmstadt

Am 25. Oktober besuchten wir zusammen mit einigen Gästen – darunter zu unserer Freude auch Rotaractern aus Frankfurt – das Verwaltungsgericht Darmstadt. Im Fokus dieses Abends sollte die Welt der Justiz, insbesondere der Beruf des Richters, jenseits der zumeist strafrechtlichen Medienberichterstattung stehen. So empfingen uns die Präsidentin des Verwaltungsgerichts Darmstadt Dagmar Rechenbach und ihr Ehemann Peter Rechenbach, Vorsitzender Richter am Landgericht Darmstadt, zu einem Vortrag, der sich aufgrund der vielen Fragen schnell zu einer unterhaltsamen Diskussionsrunde entwickelte.

Gruppenfoto der Vortragsteilnehmer im Sitzungssaal des Verwaltungsgerichts.

Gruppenfoto der Vortragsteilnehmer im Sitzungssaal des Verwaltungsgerichts.

Dabei standen vor allem die grundlegenden Prinzipien wie die Unabhängigkeit  des Richteramtes und der allgemeine Tagesablauf in diesem Beruf im Vordergrund. Anschließend wurden durch die beiden Vortragenden sehr deutlich die Unterschiede zwischen der ordentlichen Gerichtsbarkeit und der Verwaltungsgerichtsbarkeit aufgezeigt. Der größte Unterschied liege in den Verfahrensmaximen, so Herr Rechenbach. Während das Verwaltungsgericht nach dem Amtsermittlungsgrundsatz Sachverhalte von Amts wegen erforschen müsse, könne sich ein Zivilrichter nach dem Beibringungsgrundsatz in seinem Urteil auf solche Aspekte beschränken, die von den Parteien vorgetragen werden. Schließlich berichteten Herr und Frau Rechenbach von besonders interessanten und zum Teil kuriosen Fällen aus ihrer Laufbahn.

Ein besonderer Dank gilt den Vortragenden für den kurzweiligen und lehrreichen Abend und die Bereitstellung der Räumlichkeit.

Clubfahrt nach Nordhessen

Unsere diesjährige Clubfahrt im März ging in den hohen Norden unseres Bundeslandes Hessen.

Nach der Ankunft am Freitag wurden wir herzlich von der Familie unseres Mitglieds Andrea auf dem Hof Trinoga in Grebenstein willkommen geheißen. Im Mittelpunkt des gesamten Wochenendes standen die kulinarischen Produkte aus der Region. So durften wir gleich zu Beginn neben Gänsebraten auch Obstbrände und Liköre aus den heimischen Johannis- und Aroniabeeren verkosten.

Am Samstag besuchten wir eine Fischzucht, in der wir uns über die Aufzucht von Forellen und Karpfen sowie deren Verarbeitungsschritte informierten. Im Anschluss daran konnten wir einen modernen vollautomatischen Melkroboter in der Region besichtigen und die Vorzüge des auf dem Bauernhof frisch produzierten Eises genießen. Am Sonntag ließen wir das Wochenende mit einem Besuch des Kasseler Herkules ausklingen.

Ein besonderer Dank gilt der Familie Trinoga, die uns das gesamte Wochenende zu unserer vollsten Zufriedenheit umsorgt hat!

Besuch beim UNESCO Weltkulturerbe Grube Messel

Am letzten Freitag besuchten wir zusammen mit den IDYE-Austauschstudentinnen aus Oklahoma und dem IDYE-Distriktteam die Grube Messel. In einer einstündigen Führung in die Grube, die mittlerweile UNESCO-Weltnaturerbe ist, und dem anschließenden Besuch im Besucherzentrum erfuhren wir viel über den Ölschiefer und die darin eingebetteten 48-Millionen-Jahre alten Fossilien. Bei Kaffee, Kuchen und viel Sonnenschein wurde der Nachmittag im Jagdschloss Kranichstein abgerundet.

Beim Inter District Youth Exchange (IDYE) organisieren Rotaract Clubs aus zwei Distrikten einen gemeinsamen Austausch. Dabei stehen interkultureller Austausch, gegenseitiges Kennenlernen und gemeinsamer Spaß im Fokus. In diesem Jahr begrüßte der Distrikt 1860 Gäste aus Oklahoma, der Gegenbesuch wird Anfang April stattfinden.

Rotaract Club Darmstadt und das Merck-Logo

Besuch bei Merck KGaA

Im Rahmen unseres Meetings hatten wir die Möglichkeit, eines der größten Unternehmen hier in Darmstadt besuchen zu können: das  Erfolgsunternehmen Merck KGaA. Seit langem im DAX 30 „zu Hause“, sind für das Chemie- und Pharmaunternehmen weltweit heute ca. 50.000 Mitarbeiter tätig – davon ca. 10.000 am Hauptsitz in Darmstadt. Während unserer Exkursion durften wir für mehrere Stunden hinter die Kulissen des Unternehmens sehen.

Nach einer freundlichen Begrüßung durch unsere Begleiterin Barbara Hoffmann und einer kurzen Einführung, wurden wir persönlich durch Dr. Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung, begrüßt und hatten die Möglichkeit Fragen verschiedenster Art loszuwerden. So lernten wir etwas über Mercks Ausrichtung für die Zukunft, auch ganz speziell am Standort Darmstadt, sprachen über den Entwicklungsprozess von Medikamenten bei Merck und durften erfahren, was für Herrn Dr. Beckmann die Arbeit bei Merck ausmacht.

Nach der Begrüßung und der Einführung in das Produktportfolio begaben wir uns auf eine Tour über das Werksgelände und hatten die Chance, die Tablettenproduktion im laufenden Betrieb zu sehen. Dort konnten wir vor Ort erfahren, wie Tabletten hergestellt werden und was bei der Produktion für Sicherheitsstandards bezüglich Hygiene, Zusammensetzung und Reinheit eingehalten werden. Besonders beeindruckt hat uns dabei der hohe Output an Tabletten: bis zu eine Millionen Tabletten pro Stunde schafft alleine eine Maschine.

Zum Abschluss der Führung begaben wir uns in das neue Innovationszentrum von Merck, in welchen wir sehen konnten, wie Merck versucht Fragen unserer digital vernetzten Zukunft zu beantworten. Während unserer Führung konnten wir neue Konzepte zur Ideenfindung und zur Teambildung kennenlernen und erfuhren, warum Merck Start-Ups aller Branchen die Möglichkeit gibt, ihr Innovationszentrum zu nutzen. In regelmäßigen Abständen gibt es auch Angebote des Innovationszentrums, wie Vorträge, die jeder nutzen kann – schauen Sie doch einfach auf der Homepage vorbei.

Wir bedanken und an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei Merck für die tolle Möglichkeit ihr Unternehmen und ihre Ziele kennenzulernen – es war ein interessanter Einblick, der uns wirklich viel Spaß gemacht hat.