Schlagwort-Archive: Darmstadt

Rückbblick auf das Clubjahr 2019/2020

Das neue Clubjahr hat gerade angefangen, weshalb es an der Zeit ist euch einen kurzen Überblick über einen Teil unseren letzten Jahres zu geben:

Begonnen haben wir das Clubjahr im Juli mit einem schon länger geplanten Großprojekt, das wir immer noch begleiten: dem Bau eines Insektenhotels am Oberfeld in Darmstadt.

Im August ging es dann zum KidsCamp in der Nähe von Bingen.
Das KidsCamp findet jedes Jahr in allen Rotaract Distrikten statt und ermöglicht es Kindern, für einige Tage einen entpannten Urlaub zu verbringen, auch wenn die Eltern nicht die finanziellen oder zeitlichen Möglichkeiten hierfür haben.

Im September haben wir dafür Sorge getragen, dass die Erinnerung nicht vergeht. Auch wenn wir unpolitisch sind, symbolisieren die Stolpersteine einen rotarischen Wertegrundsatz.

Im Oktober konnten wir bei einem informationsreichen Workshop mit Ole Kleffmann vom RC Darmstadt-Kranichstein die Methodik des Design Thinking am Beispiel der Mitgliedergewinnung ausprobieren.

Im November führten wir einen Gruppenworkshop zum Thema Nachhaltigkeit durch.

Trotz Kälte wurde es uns im Dezember beim Nikolauslauf der TU-Darmstadt ganz schön warm (vielleicht lag es auch am Glühwein, den wir gespendet haben).

Literarisch war dagegen unsere Weihnachtsfeier. Wir wichtelten Bücher statt Schrott.

Mit unserem Rotary Patenclub Darmstadt Bergstraße haben wir uns im Februrar getroffen und Strategien für eine zukünftige Vertiefung der Zusammenarbeit entwickelt.

Kurz vor Fastnacht bot unser Mitglied Benedikt eine Führung in der ETA-Darmstadt an und wir konnten daran teilhaben, wie Energieeffizienz in der Produktion umgesetzt wird.

Im März und April führten wir coronabedingt Onlinemeetings durch, die uns zwangen im Hinblick auf die Art und Weise der Meetings umzudenken. Zwischenzeitlich hatten sich unsere Treffen jedoch gut eingespielt. So probierten wir in dieser Zeit verschiedenste Spiele wie zum Beispiel Foldit aus. Optisch waren wir in dieser Zeit mangels Frisörbesuch leider nicht vorzeigbar, weshalb wir auf die Video-Funktion verzichteten.

Im Mai stand wieder Stolpersteine putzen an. Hierbei übten wir Physical-Distancing unter Einhaltung der Abstandsregeln.

Ende Juni musste unser Bienen-Hotel umziehen. Der neue Standort ist am Hofgut Oberfeld gegenüber vom Kuhstall. Demnächst werden wir das Bienen-Hotel neu befüllen und einige Veränderungen vornehmen.

Zum Abschluss hatten wir eine schöne Ämterübergabe, bei der der neue Vorstand getreu dem nunmehrigen Motto dem ehemaligen Vorstand Baumgeschenke überreichte. Für das jetzige Clubjahr wünschen wir dem neuen Vorstand alles Gute!

Besuch im Verwaltungsgericht Darmstadt

Am 25. Oktober besuchten wir zusammen mit einigen Gästen – darunter zu unserer Freude auch Rotaractern aus Frankfurt – das Verwaltungsgericht Darmstadt. Im Fokus dieses Abends sollte die Welt der Justiz, insbesondere der Beruf des Richters, jenseits der zumeist strafrechtlichen Medienberichterstattung stehen. So empfingen uns die Präsidentin des Verwaltungsgerichts Darmstadt Dagmar Rechenbach und ihr Ehemann Peter Rechenbach, Vorsitzender Richter am Landgericht Darmstadt, zu einem Vortrag, der sich aufgrund der vielen Fragen schnell zu einer unterhaltsamen Diskussionsrunde entwickelte.

Gruppenfoto der Vortragsteilnehmer im Sitzungssaal des Verwaltungsgerichts.

Gruppenfoto der Vortragsteilnehmer im Sitzungssaal des Verwaltungsgerichts.

Dabei standen vor allem die grundlegenden Prinzipien wie die Unabhängigkeit  des Richteramtes und der allgemeine Tagesablauf in diesem Beruf im Vordergrund. Anschließend wurden durch die beiden Vortragenden sehr deutlich die Unterschiede zwischen der ordentlichen Gerichtsbarkeit und der Verwaltungsgerichtsbarkeit aufgezeigt. Der größte Unterschied liege in den Verfahrensmaximen, so Herr Rechenbach. Während das Verwaltungsgericht nach dem Amtsermittlungsgrundsatz Sachverhalte von Amts wegen erforschen müsse, könne sich ein Zivilrichter nach dem Beibringungsgrundsatz in seinem Urteil auf solche Aspekte beschränken, die von den Parteien vorgetragen werden. Schließlich berichteten Herr und Frau Rechenbach von besonders interessanten und zum Teil kuriosen Fällen aus ihrer Laufbahn.

Ein besonderer Dank gilt den Vortragenden für den kurzweiligen und lehrreichen Abend und die Bereitstellung der Räumlichkeit.

Stolpersteine – Auftakt zu unserer neuen Sozialaktion

Mit einem Vortrag von Frau Rützel der Initiative Stolpersteine Darmstadt wurde am 16.08.2016 unser neues Sozialprojekt eingeleitet. Für die kommenden Jahre haben wir als Rotaract Club Darmstadt den Reinigungsdienst für 27 Stolpersteine im Stadtgebiet Darmstadt übernommen.

Doch was sind Stolpersteine überhaupt?

Frau Rützel von der Stolperstein Initiative hält einen Vortrag

Frau Rützel von der Stolperstein Initiative hält einen Vortrag

Die Stolpersteine wurden von ihrem Initiator Gunter Demnig als Kunstprojekt erstmals in Berlin-Kreuzberg verlegt. Initial verlegte er vor allem Stolpersteine für durch das NS-Regime deportierte Sinti und Roma vor deren letztem Wohnort. Bis zum Jahresende werden circa 60.000 Stolpersteine in Deutschland verlegt sein, auch in 18 anderen europäischen Ländern gibt es Stolpersteine. Die Messingplatten werden von Hand beschriftet und meist vom Künstler selbst im Bürgersteig verlegt. Die Stolpersteine erinnern an deportierte Juden, aber auch an Behinderte, Sinti und Roma, in den Selbstmord und die Flucht Getriebene und Gegner des NS-Regimes.

Die Opfer, für die Stolpersteine verlegt werden, werden vom Arbeitskreis hier in Darmstadt anhand der Listen der Deportierten der Gestapo nach umfangreichen Recherchen ausgewählt. Die Idee ist durch die Steine den Opfern wieder „Namen“ zu geben und darauf aufmerksam zu machen, was vor circa 60 Jahren mitten in Darmstadt passierte. Da die Inschrift verhältnismäßig klein geschrieben ist, muss man sich beim Lesen nach unten beugen. Dies ist so gewollt – denn dementsprechend verbeugt man sich symbolisch vor den Opfern.

Stolpersteine in Darmstadt

Die Mitglieder und Gäste des RAC Darmstadt lauschen gespannt den Ausführungen.

Die Mitglieder und Gäste des RAC Darmstadt lauschen gespannt den Ausführungen.

In Darmstadt wurden die ersten Stolpersteine 2005 verlegt. Bis jetzt sind in Darmstadt 267 Steine für die Opfer des NS-Regimes verlegt. Am 7. September 2016 kommen weitere 23 dazu. Die Initiative Stolpersteine zählt derzeit 10 Mitglieder in Darmstadt und freut sich über weitere Unterstützung.

Frau Rützel brachte uns in interessanten Ausführungen auch die Vita und Schicksale der Personen näher, an welche durch die von uns in Zukunft gereinigten Steine erinnert wird. Der sonst sehr humorvolle und kommunikative Rotaract Club Darmstadt wurde bei diesem Thema ernst und nachdenklich und es folgte im Anschluss an Frau Rützels Vortrag eine angeregte Diskussion. Auftakt des Reinigungsdienstes wird ein Stadtrundgang am 27.09.2016 sein.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Rützel für Ihren spannenden Vortrag. Außerdem geht ein großer Dank an die Agentur für Onlinekommunikation „quäntchen + glück“, welche uns für diese Auftaktveranstaltung ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Rotaract zu Gast beim Helferessen des „Muckerhaus“

Vertreter des Rotaract Club Darmstadt freuten sich vergangene Woche über die Einladung zum „Helferessen“ des Muckerhauses. Das Muckerhaus ist eine soziale Einrichtung im Darmstädter Stadtteil Arheilgen, welches seit 2007 sehr erfolgreich Bürgerinnen und Bürger aus allen gesellschaftlichen Schichten durch vielfältige Angebote zusammenbringt.

Die Helfer des Muckerhauses

Gruppenfoto aller Helfer des Muckerhauses.

Der Rotaract Club Darmstadt arbeitet seit längerem mit dem Muckerhaus zusammen, unter anderem beim letztjährigen Sommerfest, dem „Muckerfest“. Als Danke für alle Helfer wurde nun ein Abendessen veranstaltet. Für das leibliche Wohl sorgte die Ü55 Männer-Kochgruppe des Muckerhauses – ebenfalls ein Bestandteil des dortigen Angebotes an Freizeitaktivitäten – mit sehr leckerem Essen!

Der Rotaract Club Darmstadt bedankt sich für die Einladung zu diesem rundum gelungenen Abend und freut sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Muckerhaus.

(PS: „Mucker“ ist der Spitznamen der Bewohner des Darmstädter Stadtteils Arheilgen)